Festival der neuen Streckenrekorde in Löningen

„Remmers-Hasetal-Marathon“: Teilnehmerrekord und Vizemeister Meyer
setzt neue Bestmarke mit 2:23:24 Std.
Löningen – Zu einem wahren Festival der Rekorde entwickelte sich der erstmals nicht unter den sonst erlebten stets sommerlichen Temperaturen ausgetragene neunte „Remmers Hasetal Marathon“ in Löningen: Gleich vier neue Streckenrekorde stellten die Frauen und Männer in den sechs Wettbewerben über die drei gelaufenen Distanzen auf.
Gleichzeitig sind die Veranstalter vom VfL stolz auf einen neuen Teilnehmerrekord: Insgesamt 2320 Läufer gingen in den fünf Wettbewerben an den Start. „Eine Hausnummer“ für sich waren dabei die Nachwuchsläufer: 480 Mädchen und Jungen sorgen für ungeheure Betriebsamkeit im Start- und im Zielbereich. Auch die Bestmarke für die erwachsenen Läufer von 2004 mit 1881 Teilnehmern wurde nur um 41 Starter verpasst.
Der wichtigste und wertvollste sportliche Rekord gelang dem frisch gebackenen deutschen Vizemeister über die Marathondistanz, dem Coesfelder Manuel Meyer, der für den TV Wattenscheid startet. Mit einem nie gefährdeter Start-Ziel- Sieg in 2:23. 24 Std stellte er einen neuen Rekord auf der Hasetal-Strecke auf. Die bisherige Bestzeit hatte vor einigen Jahren der Ungar Tamas Toth in 2: 24:59 Std. aufgestellt.
Der bekannte Lauf-Moderator des Remmers-Hasetal-Marathons, Andreas Menz, hatte ihn auf die Löninger Veranstaltung aufmerksam gemacht. Ihm habe es in Löningen sehr gut gefallen, lobte er im MT-Gespräch Stimmung und Atmosphäre. Seine persönliche Bestleistung liegt bei 2:19:59 Std. „Löningen ist ja fast direkt bei mir vor der Haustür, ich komme bestimmt wieder“. kündigte der Hobbyläufer an, der in Coesfeld eine Gerüstbaufirma betreibt und dort auch nicht nur gelegentlich mit anpackt.
Im Gegensatz zum Vorjahressieger Marco Diehl, der als Vierter ins Ziel kam, freute sich Meyer über den Regen als willkommenen Abkühlung. Er sei die erste Runde mit einer Stunde 15 zu schnell angegangen und als dann der Regen für einen leicht rutschigen Untergrund gesorgt habe, und vor allem angesichts der schon etlichen gelaufenen Marathons in diesem Jahr sei dann die Luft bei ihm raus gewesen. Den zweiten Platz belegte Lucas Panfil vor David Kirui aus der Garde der angereisten Kenianer. Den Sieg bei den Frauen holte sich mit einem freudigen Luftsprung ins Ziel (siehe Foto) die Münsteranerin Jana Hempelmann in 2.54:21 Std. mit großem Vorsprung vor Mariette Ten Bokkel-Ammerlaan und Ute Deters.
Eine rein „kenianische Angelegenheit“ war der Halbmarathon-Lauf sowohl bei den Frauen wie bei den Männern. Die Prämie für den zweiten Streckenrekord sicherte sich Hosea Tuei, der den schon etliche Jahre alten „in Stein gemeißeten Streckenrekord“, so Moderator Andres Menz, des Emsländers Thomas Bruns von 1:08:33 Std. deutlich in 1:06:56 Std unterbot.Auch die zweit- und drittplatzierten Joseph Dandi und Benjamin Kemboi blieben noch unter dieser Marke.
Auch bei den Frauen war das kenianische Trio das Maß der Dinge mit etlichen Minuten Vorsprung. Im Spurt sicherte sich Gladys Kiprotich die Siegprämie in 1:17:25 Std. vor Veronica Cheboi und Lemlem Adera.
Sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern gab es auch im 10-km-Lauf neue Bestmarken. Der Kenianer Paul Kipkorir gewann in 30:38 min. und bei den Frauen setzte die Löninger Vorjahres-Halbmarathon-Siegerin Christin Kulgemeyer vom TV Georgmarienhütte in 37:48 min. ebenfalls eine neue Bestmarke.
Eine positive Gesamtbilanz zogen gestern im MT-Gespräch auch die drei VfL-Cheforganisatoren. Neben der herausragenden sportlichen Bilanz zeigte sich Sprecher Jürgen Patock auch mit allem anderen sehr zufrieden. Insbesondere der abendliche Feten-Besuch sei trotz Abi-Balls und Regens sehr gut besucht gewesen Viel Lob habe es wieder von den Läufern für die tolle Stimmung und das Anfeuern an der Strecke gegeben. Dies habe auch Stargast Joey Kelly während seiner Stopps an den Motivationsständen an der Strecke erlebt. Dank des sofortigen Einsatzes von zwei jungen Frauen konnte einem 44-jährigen, gut trainierten Läufer sofort Erste Hilfe geleistet werden, der nach nur drei Kilometern zusammengebrochen war.
© Münsterländische Tageszeitung, Ausgabe vom Montag, 27.06.11



























